Chitrangada, die Alleinerbin von Manipur und die einzige Frau, die in der Geschichte vielleicht ihren Platz gefunden hat, ist wohl eine unbesungene Heldin Mahabharata. Eine Kriegerin, eine Königin, eine Liebhaberin. Eine treue und königlich benachteiligte Ehefrau. Oh, und natürlich eine Mutter! Ihre Identität gerät ins Wanken, wie bei den anderen Frauen auch. Chitrangada verliert sich in der Übersetzung.
Trotz ihrer starken Identität und Autorität nimmt sie im Epos nur wenig Platz ein. Mehr als die Haupttexte der Mahabharata-Schriften fand Chitrangada seine Stimme, seinen Raum, seinen Charakter in seinen Untertexten geformt.
In Gedichten und in Geschichten, nacherzählt. Von Tagore. Von Ghosh. Und viele mehr…
Doch bevor wir auf Chitrangadas Geschichte eingehen, müssen wir einen kleinen Blick in die Vergangenheit werfen, um den Kontext festzulegen.
Warum Arjun umherwanderte
Es waren die ersten Jahre der kurzen Regierungszeit von Yudhishthira. Indraprastha wurde gegründet, der König gekrönt. Gerade als die fünf Brüder endlich die Früchte langer Jahre voller Mühe und Opfer ernten konnten, nahm Arjuns Schicksal eine Wendung. Er wurde dafür bestraft, dass er das „Astragar“ betreten hatte, wo sich sein ältester Bruder – durch Schicksal, Zufall oder List – in einer kompromittierten Lage mit seiner Frau und seiner Schwägerin befand. Draupadi. Im Interesse eines friedlichen Zusammenlebens war beschlossen worden, dass die anderen Brüder fernbleiben mussten, wenn ein Bruder seinen Teil eines Jahres bei Draupadi bekam. Die Strafe war hoch – eine Verbannung von 12 langen Jahren.
Also machte sich Arjun auf den Weg. Er reiste lange und weit, manchmal verkleidet, und besuchte die Nachbarstaaten und Könige. Beraten vom größten politischen Berater, den Indien je gekannt hatte – den Mächtigen Krishna – Arjun hält nach Möglichkeiten Ausschau … nach möglichen Koalitionen, nach politischer Unterstützung, nach für beide Seiten lukrativen Partnerschaften. Und so landete er im Wirbel der Dinge im fernen Osten. Manipur.
Nun hatte Manipur eine seltsame Erbschaftsgeschichte, wie er von den Einheimischen erfuhr. Jeder König hätte aufgrund einer göttlichen Gabe einen einzigen Erben, einen Sohn, der das Königreich regieren würde.
Aber!
Da war sie. Chitrangada! Der Segen war gebrochen und die Abstammungslinie.
Chitrangada, die Frau, sollte ein Mann sein
Dem Schicksal zum Trotz erzog der Vater seine Tochter wie einen Sohn, die zukünftige Erbin des Königreichs. Chitrangada wurde in Kampfkunst und Bogenschießen, Reiten und politischer Entscheidungsfindung ausgebildet.
Schon in jungen Jahren hatte sie das Versprechen und das Potenzial, nicht nur den Sitz des Königs einzunehmen, sondern einer der größten Könige zu werden, die das Land je gesehen hatte.
In männlicher Kleidung gekleidet und zu Pferd durch die Landschaft reitend, wuchs Chitrangada mit dem Traum auf, Gebiete zu erweitern und Kriege zu gewinnen. Und... Arjun!
Als Arjun ankam, begannen die lange schlummernden Aspekte ihrer Weiblichkeit ans Licht zu kommen. Was einst nur Heldenverehrung und -bewunderung war, begann sich zu einem romantischen Verlangen zu verschmelzen. Chitrangada begann Pläne zu schmieden, um Arjun für sich zu gewinnen. Aber wie? War sie nicht für irgendjemanden eine zu männliche Frau? War sie nicht schlecht erzogen, eine Außenseiterin in Herzensangelegenheiten? Was sollte sie tun, jetzt, wo ihr Traum auf Armeslänge vor ihr stand und doch so weit außerhalb ihrer Reichweite? Was würdest du tun, wenn du sie wärst?
Tagore sagt, sie habe gebetet. Weiblichkeit geschenkt bekommen, schön sein dürfen. Sie betete für ein Wunder, eine Transformation. Ein Mädchen werden. Ihr wurde ein Segen gewährt. Ein Mädchen zu werden, wenn auch nur für ein Jahr. Sie könnte sogar ein Kind von ihrem Geliebten bekommen.
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Chitrangada veränderte das Geschlecht
Chitrangada wurde eine Frau. Arjun zu verführen, ihn zu beeindrucken, ihn für sich zu gewinnen. Um ihn zu heiraten, um seine Nachkommen zu gebären. In Erfüllung ihrer Träume erlitt sie nun eine neue Krise. Scham, Schuld. Selbstzweifel, ein Vorwurf der selbstverschuldeten Heuchelei. Und so gestand sie am Ende Arjun ihr Geständnis. Dass sie nicht mehr sein würde, was sie war. Sie würde bleiben, wo sie hingehörte, sie würde werden, was sie sein sollte. Der zukünftige König des Landes. Der Krieger.
Und das Kind?
Sie würde ihn auch wie einen wahren Krieger erziehen. Sie würde ihm alles beibringen, was sie wusste, und noch mehr. Sie würde ihm einen Sohn machen, auf den ihr Ehemann Arjun eines Tages stolz sein würde.
Sie tat. Chitrangada hielt ihr Versprechen. Genau wie sie es vorhatte.
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Babruvahana, der Sohn von Chitrangada und Arjun, entwickelte sich zu einem der größten Krieger seiner Zeit. Und als es soweit war, schickte ihn seine Mutter zu seinem Vater.
Um die große Schlacht von Kurukshetra zu schlagen.
Und darin zu sterben.
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Babruvahana starb im Krieg nicht. Es wird nicht erwähnt, dass er dort gekämpft hat.
Wundervolles Stück