10 Gründe, warum indische Paare streiten

Arbeiten an der Ehe | | , Assistenzprofessor und Autor
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Von zärtlichen Worten bis hin zu ernsthafter Kritik, von alltäglichen Pflichten bis zu wichtigen Lebensentscheidungen – Paare streiten über alles, was unter einem Dach zu finden ist. Das Leben in indischen Städten bietet mehr Auswahlmöglichkeiten, aber auch mehr Herausforderungen. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Finanzplanung, die Frage, wann man Zeit miteinander verbringen und wann man sich Freiraum geben sollte – das sind einige der Probleme, mit denen sich Paare in der Stadt in ihrer Ehe auseinandersetzen müssen“, erklärt die Psychotherapeutin Gopa Khan (Master in Beratungspsychologie, M.Ed.), die sich auf Ehe- und Familienberatung spezialisiert hat. Hier sind die zehn häufigsten Gründe für Streitigkeiten zwischen indischen Paaren:

1. Familie: Indische Paare streiten sich hauptsächlich über die jeweilige Großfamilie des Partners. In indischen Großfamilien wird von der Schwiegertochter üblicherweise erwartet, dass sie sich an die Normen ihrer Schwiegereltern hält, was ein Hauptgrund für die entstehenden Differenzen zwischen den Paaren ist.

2. Kritik: Ein weiterer Grund für Streitigkeiten zwischen Paaren ist, dass sie sich nicht gegenseitig unterstützen oder sich gegenseitig abwerten, manchmal sogar unbewusst, und zwar im Beisein von Freunden und Familie.

Sich nicht gegenseitig stützen oder herunterziehen
Paare streiten viel, wenn sie sich nicht gegenseitig unterstützen oder herunterziehen

3. Eifersucht: Flirten, Freundschaften mit dem anderen Geschlecht und Aktivitäten in sozialen Medien führen häufig zu Eifersucht und Spannungen in Partnerschaften. Auch ungleicher Erfolg im Beruf oder eine zu starke Bindung des Partners an ein Elternteil oder Geschwisterkind können Eifersucht und das Gefühl der Vernachlässigung in der Beziehung hervorrufen.

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4. Erziehung: Unterschiedliche Erziehungsmethoden sind ein weiterer wichtiger Konfliktgrund. Dies kann insbesondere dann ein entscheidender Faktor sein, wenn die Partner unterschiedlichen kulturellen Hintergründen angehören. Die Einmischung der Großfamilie in die Erziehung kann zu Belastungen in der Partnerschaft führen. Ebenso belastend ist die Einmischung der Großfamilie in Fragen der Familienplanung. Ein weiteres Problem entsteht, wenn die unregelmäßigen Arbeitszeiten der Partner den Familienalltag – Mahlzeiten, Lernen und Schlafen – durcheinanderbringen. Kinder fühlen sich dadurch von einem Elternteil vernachlässigt oder binden sich übermäßig an einen, was wiederum zu Konflikten zwischen den Partnern führen kann.

Unterschiede in den Erziehungsmethoden sind ein weiterer wichtiger Grund für Konflikte
Unterschiede in den Erziehungsmethoden sind ein weiterer wichtiger Grund für Konflikte


5. Geld: Als nächstes stehen Rechnungen, Ausgabegewohnheiten und finanzielle Prioritäten auf der Liste. Menschen rationalisieren Ausgaben unterschiedlich und Paare sind sich möglicherweise nicht immer einig über die Ausgaben des anderen. Der eine mag ein Verschwender sein, der andere ein Sparer. Außerdem entsteht in Indien eine neue Art von Konflikt, wo Schwiegereltern und/oder Ehemänner versuchen, das Einkommen berufstätiger Frauen zu kontrollieren und sie von finanziellen Entscheidungen auszuschließen.

- Gopa Khan, Beratender Psychologe

6. Hausarbeit: Die Aufteilung der Hausarbeit ist ein häufiger Grund für kleinere Streitigkeiten, wenn beide Partner berufstätig sind. Größere Probleme entstehen, wenn ein Partner das Gefühl hat, das Familieneinkommen reiche nicht aus, um den Haushalt zu führen oder den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.

7. Alkohol-, Rauch- und Spielsucht: Diese Gewohnheiten werden in der Kennenlernphase oft nicht thematisiert oder in der Ehe nicht als gravierend angesehen. Sie können jedoch zu Anpassungsschwierigkeiten zwischen Paaren führen, wenn sich ein Partner damit nicht wohlfühlt oder wenn sie die Familienfinanzen und die Gesundheit des Partners beeinträchtigen.

Trinken, Rauchen und Glücksspiel
Alkohol, Rauchen und Glücksspiel sind häufige Konfliktgründe

8. Persönliche Gewohnheiten: Auch Alltagsgewohnheiten können zu Streit zwischen Paaren führen, insbesondere wenn ein Partner unter einer Zwangsstörung in Bezug auf Hygiene und Sauberkeit leidet. Auch Unterschiede in der allgemeinen Ordnung oder Disziplin zu Hause, der Toilettenroutine und den Fernsehgewohnheiten können bei Paaren zu regelmäßigen Anpassungsproblemen führen.
9. Arbeitsabläufe und Freizeit: Wenn beide Partner berufstätig sind, geht es vor allem darum, sich Zeit für den Haushalt und füreinander zu nehmen. Wenn nur ein Partner arbeitet, möchte er/sie sich nach einer langen, anstrengenden Arbeitswoche entspannen. Wenn der andere Partner einen Ausflug erwartet und die Kinder Aufmerksamkeit verlangen, kommt es am Ende zu Konflikten zwischen den Ehepartnern. Zudem kommt es zu Konflikten mit unterschiedlichen Erwartungen an die Qualität der gemeinsamen Zeit.

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10. Essen: Die Küchenarbeit wird meist der Frau zugeschrieben und ist oft ein Streitpunkt. Was gekocht werden soll, kann zwischen manchen Paaren täglich für Diskussionen sorgen. Manche Partner weigern sich auch, ihre Gewohnheiten zu ändern und sind sehr wählerisch, was ihren Geschmack angeht. Vegetarismus oder ähnliche Ernährungsweisen werden zwar während der Kennenlernphase besprochen, doch nach der Hochzeit können feine Geschmacksnuancen das Eheglück trüben. Der moderne urbane Lebensstil bringt auch bestimmte Ernährungsweisen mit sich. Daher kann es vorkommen, dass ein Partner sehr auf seine Ernährung achtet, während der andere nicht bereit ist, seine Gewohnheiten zu ändern.

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